
Fenster
2010
Ein Monitor an der Galeriewand.
Das Bild, ein sich leicht im Wind bewegender Zweig, ein Gebüsch; unscharf im Hintergrund vorbeifahrende Autos.
Ein Film? – Möglich.
Möglich auch, dass dieser Monitor ein Fenster ist, ein Durchbruch, der einen Blick direkt hinter die Wand gewährt,
dass der Betrachter hier beobachten kann, was ihm verborgen, in 20 cm Entfernung gerade eben geschieht.
– Ein Ereignis, welches seiner Aufmerksamkeit entgangen ist, als er vor 5 Minuten den Galerieraum, vorbei
an diesem Strauch betreten hat.
Die Welt existiert nicht in einer einzigen, sondern in unzähligen, nebeneinander sich ereignenden Realitäten,
deren Anzahl sich durch die unterschiedlichen Sichtweisen und die subjektive Wahrnehmung jedes
Betrachters ins Unendliche vergrößert.
Und jede einzelne dieser Wirklichkeiten findet in sich selbst ihre Berechtigung.

