Fenster

2010


Ein Monitor an der Galeriewand, der einen Blick durch die Mauer ermöglicht.
Die Kamera überwacht ein Gebüsch.
Der Betrachter kann eine, in unmittelbarer Nähe existente Wirklichkeit beobachten,
erhält Informationen, welche sich durch ihre Digitalität jedoch selbst in Frage stellen.
Eine Vergewisserung und Überprüfung ist ihm nicht möglich,
er muß sich auf die Angaben zu Standort und Aufnahmezeit der Kamera verlassen
und kann lediglich den ausgewählten und fokussierten Bereich scharf sehen.
Ich bestimme Präferenz und Wichtigkeit.

Die Welt existiert nicht in einer einzigen, sondern in unzähligen, sich nebeneinander ereignenden Realitäten,
deren Anzahl sich durch die unterschiedlichen Sichtweisen und die subjektive Wahrnehmung jedes
Betrachters ins Unendliche vergrößert.
Und jede einzelne dieser Wirklichkeiten findet in sich selbst ihre Berechtigung.


Diese Arbeit ist Teil der Ausstellung 4+.
Ein Projket des club mantell vom 30.1.-21.2.2010 in Halle, Breite Straße 3.
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